Der Standard: „Nur noch 2 verfügbar!“ Wir nutzen Verknappung, um Kaufdruck zu erzeugen.
Das Risiko: Eine gefährliche Wette. Daten zeigen: Wer leer ausgeht, wird nicht traurig, sondern wütend. Diese Wut treibt abgewiesene Kunden direkt und rachsüchtig zur Konkurrenz.
Die Lösung: Es gibt einen feinen Unterschied in der Art der Verknappung, der entscheidet, ob du Begehrlichkeit weckst oder deine Kunden vergraulst.
Der Kipp-Punkt
Du launchst eine limitierte Sonderedition. Die Nachfrage ist hoch, das Angebot knapp. Innerhalb von Minuten ist alles weg.
Kurzfristig ist das ein Erfolg. Doch langfristig entsteht ein Problem: Die Interessenten, die leer ausgegangen sind, sind frustriert.
Sie suchen nach Alternativen und finden sie bei deinem Wettbewerber.
Du hast also Marketing-Budget ausgegeben, um Kunden für die Konkurrenz zu aktivieren.
Es hält sich hartnäckig der Glaube: Verknappung steigert die Begehrlichkeit und wer leer ausgeht, will das Produkt beim nächsten Mal nur umso mehr.
Ein gefährlicher Irrtum. Forscher der University of Leeds und East Anglia haben 2021 untersucht, was psychologisch passiert, wenn wir ein verknapptes Produkt nicht erhalten.