Der Standard: Wir schreiben Preise gerne formal korrekt und nutzen Tausendertrennzeichen sowie Cents: „1.500,00 €“.
Das Risiko: Diese Formatierung bläht den Preis optisch und klanglich auf. Je mehr Zeichen dein Preis hat, desto schwerfälliger verarbeitet ihn das Gehirn. Das Resultat: Der Betrag fühlt sich automatisch teurer an.
Die Lösung: Unser Gehirn „spricht“ Preise beim Lesen innerlich aus. Eine bestimmte, extrem häufige Formatierung zieht diesen kognitiven Prozess künstlich in die Länge.
Diese Formatierung macht Preise gefühlt 8 % teurer. Erfahre jetzt, welche zwei Zeichen du sofort löschen musst, und wann sie als absolute Ausnahme deine Marge schützen.
Wir Menschen haben eine faszinierende kognitive Macke: Wenn wir lesen, hören wir eine innere Stimme. Dieser Prozess nennt sich „Auditory Representation Encoding“.
Der Beweis
Die Forscher Coulter, Choi und Monroe haben genau diesen Effekt auf Preise untersucht.
Ihre bahnbrechende Erkenntnis: Die wahrgenommene Höhe eines Preises hängt massiv von seiner Silbenlänge ab. Braucht die innere Stimme länger, um den Preis zu „sprechen“, stuft das Gehirn den Betrag als teurer ein.
Die zwei Übeltäter der Formatierung
Im DACH-Raum gibt es zwei klassische Formatierungen, die unseren Preis phonetisch (klanglich) in die Länge ziehen: