#03 | Das „Guilty Pleasure“-Prinzip

Warum Mengenrabatte bei Genuss-Produkten versagen

Der Standard: Händler nutzen oft pauschal dieselben Rabatt-Mechaniken für das gesamte Sortiment. Mal gibt es „20 % auf alles“, mal „Nimm 3, zahl 2“.

Das Risiko: Das Gehirn deiner Kunden bewertet einen Rabatt völlig anders, je nachdem, ob sie ein nützliches Produkt (z.B. Batterien) oder ein Genuss-Produkt (z.B. Schokolade) kaufen.

Ein falscher Rabatt lässt die Kaufwahrscheinlichkeit drastisch sinken.

Die Lösung: Eine Studie zeigt, bei welchen Produkten du den Einzelpreis senken musst und wann du stattdessen Mengenrabatte (Bundles) nutzen solltest, um den Umsatz zu maximieren.

💡
Erfahre, wie du durch die einfache Anpassung der Rabatt-Art (Preis vs. Menge) bei deinen Genuss-Artikeln die Kaufwahrscheinlichkeit verdoppeln kannst.

Der Kassen-Konflikt

Stell dir vor, du stehst im Supermarkt.

  • Szenario A: Du brauchst Putzmittel und es gibt einen Deal: „Nimm 3 Flaschen, spar 30 %“. Du denkst: „Super, brauch ich eh.“ und packst zu.
  • Szenario B: Du hast Lust auf teure Pralinen und es gibt einen Deal: „Nimm 3 Packungen, spar 30 %“. Du zögerst. Drei Packungen? Das ist Völlerei. Das ist unvernünftig. Und du lässt es ganz bleiben.

Der Mythos
Ein Rabatt ist ein Rabatt. Hauptsache, der Kunde spart Geld.“

Die Forschung von Kivetz & Zheng zeigt, dass die Psychologie des Sparens komplett davon abhängt, ob wir hedonisch (aus Spaß/Genuss) oder utilitaristisch (aus Notwendigkeit/Nutzen) kaufen.

Der Kern: Genuss erzeugt Schuldgefühle.

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