Der Standard: Du verkaufst Shampoo, Reiniger, Kerzen oder aehnliches. Um den Duft zu kommunizieren, schreibest du auf das Etikett: „Frischer Zitrusduft“ oder „Lavendel“.
Das Risiko: Text ist für das Gehirn abstrakt. Es „riecht“ nichts. Ohne dieses sensorische Erlebnis sinkt die Kaufbereitschaft drastisch.
Die Lösung: Es gibt einen visuellen Auslöser, der das Gehirn zwingt, einen Duft zu simulieren.
Dieser Effekt ist so stark, dass er in Tests die Auswahlwahrscheinlichkeit für ein Produkt von 39 % auf 61 % katapultierte. Nur durch eine kleine Bild-Änderung.
Das Problem im E-Commerce und bei verpackter Ware mit Duft: Der Kunde kann den Duft nicht riechen.
Dabei ist Geruch ein massiver Treiber für Emotionen und Erinnerungen. Wenn der Duft fehlt, fehlt ein Kaufargument.
Die Forscher Sharma und Estes haben 2024 den „Visuell-Olfaktorischen Effekt“ untersucht.
Die These: Wenn wir ein Objekt sehen, das stark duftet (z.B. eine Rose), ruft das Gehirn automatisch die Erinnerung an den Geruch ab. Wir „riechen“ mit den Augen.
Die Evidenz: 61 % statt 39 %
In einer Reihe von 10 Experimenten mit Produkten wie Seife, Reiniger und Waschmittel testeten die Forscher die Wirkung von Bildern auf der Verpackung und in Anzeigen.
- Das Setup: Kunden wählten zwischen zwei Seifen (Birne und Mandarine).
- Szenario A: Nur Text („Duft: Birne“).
- Szenario B: Text + Bild der Frucht.
Die Ergebnisse: