Der Standard: In der Schule haben wir gelernt: „Zahlen von eins bis zwölf schreibt man im Fließtext aus.“ Und viele Marketing-Teams halten sich bis heute brav daran.
Das Risiko: Diese Schulregel ist im Verkauf teuer. Das Gehirn verarbeitet ein geschriebenes Wort („fünf“) anders als eine Ziffer („5“).
Wer Zahlen ausschreibt, bremst den Kunden unbewusst aus und wirkt weniger präzise.
Die Lösung: Neue Daten zeigen, dass ein simpler Wechsel der Schreibweise die Klickrate fast verdoppeln kann. Ziffern wirken glaubwürdiger und schneller.
Vergiss den Deutschunterricht. Im Marketing gelten andere Gesetze.
Wenn wir über Fakten sprechen (Preise, Mengen, Inhaltsstoffe, Laufzeiten), will das Gehirn keine Prosa lesen. Es will Daten scannen.
Der Beweis: Das Facebook-Experiment
Die Forscher Marisabel Romero und Kollegen führten 2024 mehrere Experimente durch. Besonders spannend war ein Feldtest auf Facebook zum Thema Hautkrebs-Vorsorge („1 von 5 Amerikanern...“).
Sie testeten zwei Schreibweisen gegeneinander:
- Wort-Format: „One out of Five“ (Einer von Fünf).
- Ziffern-Format: „1 out of 5“ (1 von 5).
Die Ergebnisse waren eindeutig: